WEKO-Sekretariat prüft die jüngsten Erhöhungen der Lizenzpreise von Microsoft

Die Schweizer Wettbewerbsbehörden rücken die Preisgestaltung von Microsoft als zentralen IT-Anbieter in der Schweiz in den Fokus. Im Zentrum stehen wiederholte Preiserhöhungen bei Softwarelizenzen, die für viele Unternehmen und öffentliche Stellen von essentieller Bedeutung sind. Das Sekretariat der Wettbewerbskommission (WEKO) hat gemäss Medienmitteilung vom 15. Januar 2026 eine entsprechende Vorabklärung eröffnet.

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Auslöser der Vorabklärung sind Anzeigen, wonach Microsoft in der Schweiz in jüngerer Zeit zahlreiche und teils erhebliche Preiserhöhungen vorgenommen haben soll. Betroffen sind insbesondere Lizenzen für Microsoft 365, ein Produkt, das breit von privaten Unternehmen und der öffentlichen Hand eingesetzt wird. Laut Medienberichten betragen die Preissteigerungen je nach Lizenz zwischen 10-17%, bei einzelnen Angeboten für Privatpersonen sogar bis zu 43%. Microsoft begründet die Erhöhungen unter anderem mit der Integration von KI-Funktionen und zusätzlichen Sicherheitsfeatures.

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Bei der Vorabklärung handelt es sich um ein informelles Verfahren. Es dient der Abklärung, ob konkrete Hinweise auf ein kartellrechtswidriges Verhalten vorliegen. Das Sekretariat der WEKO prüft nun, ob die Preisanpassungen von Microsoft Anhaltspunkte für unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen im Sinne des Kartellgesetzes darstellen und ob die Eröffnung einer formellen Untersuchung gerechtfertigt ist.

Ein Vorabklärungsverfahren ist grundsätzlich ergebnisoffen und kann entweder mit oder ohne einvernehmliche Regelung abgeschlossen oder – bei entsprechenden Anhaltspunkten – in eine eingehende Untersuchung überführt werden.

Gemäss Medienmitteilung greift das Sekretariat der WEKO im Rahmen der vorliegenden Vorabklärung auch auf die fachliche Unterstützung des Preisüberwachers zurück.

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Das Ergebnis der Vorabklärung ist für viele Unternehmen in der Schweiz hochrelevant. Softwarelizenzen, insbesondere von marktstarken Anbietern, sind oft ein zentraler Kostenfaktor und kurzfristig kaum substituierbar. Die breite Nutzung von Microsoft 365 durch Unternehmen und Verwaltungen verstärkt Abhängigkeiten (Lock-in) und erhöht die praktische Wirkung von Preisanpassungen. Unternehmen sollten daher ihre Abhängigkeiten von zentralen IT-Anbietern, Vertragsstrukturen und Preisanpassungsklauseln kritisch prüfen und die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen.

Die Medienmitteilung finden Sie hier.

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